rSTEK

Wieso erarbeitet die Stadt Greven ein rSTEK?

Die Stadt Greven beschäftigt sich im Rahmen der Stadtentwicklungsplanung mit der Gesamtentwicklung der Stadt. Die Stadtentwicklungsplanung beinhaltet sowohl gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle wie auch ökologische Entwicklungen und verlangt somit eine zukunftsgerichtete Herangehensweise, die viele Fachbereiche einbezieht. Stadtentwicklung ist daher immer ein interdisziplinärer Prozess mit einem interdisziplinären Ergebnis.

Die Aufgabe der Stadtentwicklung umfasst die Beobachtung, Beschreibung und Beurteilung der Bedarfsentwicklung im kommunalen Bereich. Sie stützt sich dabei unter anderem auf die Ergebnisse der Statistik, auf Fachgutachten und auf die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen kommunalen Fachbereichen, auf externe Behörden, den Anforderungen aus der Bevölkerung und der Wirtschaft. Die Ziele der Gesamtentwicklung einer Stadt werden somit analysiert, aufgezeigt, mit Handlungsempfehlungen versehen und somit zu Entwicklungsleitlinien bei allen Maßnahmen städtischen Handelns.

Die Verwaltung der Stadt Greven beschäftigt sich bereits viele Jahre mit der Frage, wohin sich Greven als Stadt zukünftig entwickeln soll. Um diese Frage beantworten zu können, hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt 2016 die Aufstellung eines Stadtentwicklungskonzepts 2030 als Ziel zur Steuerung der gesamtstädtischen Entwicklung Grevens beschlossen. Innerhalb dieses informellen Planungsinstruments beschäftigt sich die Stadt Greven mit verschiedenen Themenfeldern. Das STEK 2030 der Stadt Greven besteht bislang aus verschiedenen durch die Politik bereits beschlossenen oder in Aufstellung befindlichen »Sachlichen Teilpläne« mit u.a. den Stadtentwicklungsthemen Mobilität, Grün, Integration, Schule, Altern, Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel und Energie & Klima.

Insgesamt wird das Stadtentwicklungskonzept 2030 (STEK 2030) das langfristige Entwicklungskonzept der Stadt Greven sein. Unter dem Overhead STEK 2030 erfolgt eine Abstimmung und Vernetzung der verschiedenen Einzelkonzepte, um daraus kongruente strategische Leitlinien für die gesamte Stadt zu entwickeln.

Um im Rahmen des STEK 2030 die räumliche Entwicklungsebene zu ergänzen wird der Sachliche Teilplan »räumliches Stadtentwicklungskonzept (rSTEK)« erarbeitet.

Was genau ist ein rSTEK?

Mit Hilfe des räumlichen Stadtentwicklungskonzeptes (rSTEK) wird ein langfristiger, Orientierungsrahmen für die räumliche Siedlungsentwicklung (Wohnen und Gewerbe) der nächsten 10 bis 15 Jahre erarbeitet, der eine Entscheidungsgrundlage für das zukünftige räumlich-strategische Handeln der Stadt schaffen soll.

Das rSTEK verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz mit einer gesamtstädtischen wie auch ortsteilbezogenen Betrachtungsweise, in welcher unterschiedliche Komponenten der Siedlungsflächenentwicklung erarbeitet werden. Der Prozess erstreckt sich dabei in zwei Phasen: Bestandteil der ersten Phase sind u.a. die Analyse des gesamten Stadtgebietes, die Ermittlung/Bewertung von neuen Siedlungsflächenbedarfen- und eine anschließende Entwicklung eines Leitbildes für die Gesamtstadt.

Die Übertragung der Ergebnisse auf die vier Ortsteile (Stadtkern rechts der Ems, Stadtkern links der Ems, Reckenfeld und Gimbte) und ein daraus abzuleitendes stadtteilspezifisches Zielsystem mit möglichen Aktivierungsmöglichkeiten der Innenentwicklung, ein zu entwickelndes Handlungskonzept mit möglichen Strategien und Empfehlungen und auch die abschließende Zusammenführung mit den Ergebnissen der Gesamtstadt sind Bestandteil der zweiten Phase.

Anschließend erfolgt die Erstellung des Abschlussberichtes.